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Neoheterandria elegans - Zwergschmuckkärpfling - Teddykärpfling
HENN, 1916
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Fundort und natürliches Habitat:
Rio Truandó (Gewässersystem des Rio Atrato), Kolumbien unweit von Medellin.
Die natürliche Heimat der Winzlinge sind Flüsse, Teiche und Tümpel mit teilweise wenigen cm Wasserstand in Kolumbien, wo sie in verkrauteten Abschnitten Jagd auf
kleine Futtertiere machen.
Ersteinführung: durch Mörth 1988
Beschreibung der Art:
Mit zwei (ausgewachsene Männchen) bis maximal drei Zentimetern (Weibchen) stehen Zwerg-Schmuckkärpflinge in der Rangliste der kleinsten Fische ganz weit vorne.
Der silbergraue bis braune Körper wird von unterschiedlich breiten Querbinden in unterschiedlicher Anzahl durchzogen, die
teilweise golden eingefasst sind. Bei guten Haltungsbedingungen glänzen die Fische merklich. Auffällig sind die orange leuchtenden
Augenringe.
Haltung und Pflege:
Die Fische sind nicht kompliziert zu halten, solange die Mindesttemperatur von 23 Grad nicht unterschritten wird. Bereits kleine
Becken ab ca. 40-50 Liter reichen für die Haltung einer kleinen Gruppe, wobei etwas größere Becken empfehlenswert sind, weil
die Tiere auf Wasserverschmutzung empfindlich reagieren und sich nur in sauberem Wasser wohl fühlen. Die Parameter des Wassers
(GH, PH, KH) sind für die Haltung irrelevant, wenngleich man am besten ähnliche Verhältnisse schaffen sollte, wie sie im Becken
des Vorbesitzers herrschten. Seinem natürlichem Lebensraum entsprechend sollte die Bepflanzung stellenweise sehr dicht sein,
um Rückzugsgebiete für von den Männchen bedrängte Weibchen zu schaffen. In feinfiedrigen Pflanzen oder Javamoos können sich
Jungfische verbergen und Infusorien und anderes Kleingetier finden. Diesen zierlichen Fisch kann man nur im Artbecken bzw. mit
ähnlich kleinen Fischen halten, da er sonst unterdrückt wird und anfängt zu kümmern. Zur Vergesellschaftung eigen sich deshalb
vor allem kleine und ungefährliche Garnelenarten (z.B. Neocaridina sp.). Das Becken sollte auf alle Fälle gut abgedeckt sein,
da die kleinen Kerle außerordentlich gute Springer sind. Neoheterandria elegans sind sehr friedlich gegenüber anderen Fischen
und wirken sehr zutraulich, da sowohl den Jungtieren und den Alttieren der Fluchtreflex fehlt. Männchen führen hin und wieder
Rangordnungskämpfe aus, wobei sich die Kontrahenden umkreisen und gegenseitig versuchen, sich in den Schwanzstiel zu beißen.
Zucht:
Die Weibchen entlassen über mehrere Tage täglich 1-2 mit 2-3mm wirklich winzige Jungfische (Superfötation). Die ausgewachsenen
Tiere stellen den Jungen nicht nach, die Jungtiere zeigen kein Fluchtverhalten und sind recht schnellwüchsig.
Futter:
Die Ernährung stellt ein gewisses Problem dar, denn die geringe Größe der Mäuler setzt kleinstes Futter vorraus. Ich füttere
fein zerriebenes Flockenfutter, Spirulina-Pulver, Dekap und frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Feinstes Lebendfutter erhöht
die Vitalität und Fruchtbarkeit.
Quellenangabe:
Kempkes, M. (1998) Aqualog alle Lebendgebärenden
Gentzsch, D. (2004) Zum Erstimport von Neoheterandria elegans, DGLZ-Rundschau
Heft 2/2004
Zehntner, R. (2005) Zuchtbericht Neoheterandria elegans - Zwerg-Schmuckkärpflinge,
www.aquaristik-talk.de
Klemm, Silvio: Teddy-Kärpfling (Neoheterandria elegans)- Ein Steckbrief,
http://www.aquarienforum.de/pages/?page=elegans
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Fundort: Rio Truandó, Kolumbien
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